LEADERSHIP RESILIENCE & TRANSFORMATION COACHING

Unter hohem Druck handlungsfähig bleiben – in Krise und Umbruch

 

In Krise und Transformation spitzen sich die Anforderungen an Führung zu. Zeit wird extrem knapp, Erwartungen prallen aufeinander, es mangelt an Ressourcen, und jede Entscheidung bekommt schneller sichtbare Folgen. Was in ruhigeren Phasen Spielraum hatte, steht jetzt unter Dauerbeobachtung – von Team, Peers und Unternehmensspitze.

 

Dann meldet sich ein verständlicher Reflex: Druck mit Tempo zu beantworten, Unsicherheit mit Kontrolle, Belastung mit noch mehr Einsatz. Daneben ein zweiter, ebenso verständlicher: erst einmal abzuwarten, zu dämpfen, die Sache nicht weiter zuzuspitzen. Je höher der Druck, desto enger scheint der Handlungsspielraum – am Ende bleibt oft nur die eine Reaktion, die sich gerade am sichersten anfühlt. Genau dann geht Urteilsvermögen verloren.

 

Im Coaching geht es erst einmal darum, aus dem reflexhaften Reagieren herauszukommen und wieder entscheiden zu können – und dies gerade, um der Dringlichkeit der aktuellen Situation gerecht werden zu können.

 

Ein Raum, um unter Druck Luft zu holen

 

Im Krisenmodus fehlt vor allem eines: ein sicherer Ort, an dem man laut denken kann, ohne ein Blatt vor den Mund nehmen zu müssen. Nach oben muss man Sicherheit ausstrahlen, nach unten Orientierung, lateral Verlässlichkeit. Die Zweifel, die Wut über eine Vorgabe, die Erschöpfung, die leise Frage, ob man der Sache noch gewachsen ist – dafür ist im Tagesgeschäft kein Platz, und vieles davon lässt sich im eigenen Haus niemandem sagen.

 

Coaching kann dafür der Ort sein. Ein Gegenüber, das nicht in der Organisation sitzt, keine Interessen an Ihrer Rolle hat und das aushält, was Sie hier aussprechen, ohne es weiterzutragen oder zu bewerten. Aus diesem Abstand entsteht, was im Sog der Krise als Erstes verloren geht: Übersicht – und mit ihr die Möglichkeit, zu wählen statt getrieben zu sein.

 

Resilienz heißt nicht, alles wegzustecken

 

In anspruchsvollen Führungsrollen wird Resilienz oft mit Widerstandskraft gleichgesetzt: standhalten, sich nicht erschüttern lassen, Druck wegstecken. Wer in einer Krise aber gar nichts mehr an sich heranlässt, schneidet sich von der Information ab, die er zum Entscheiden braucht – von der Anspannung im Team, vom eigenen Zögern, vom Signal, dass eine Information nicht passt.

 

Tragfähig ist etwas anderes: unter Belastung wahrnehmungs- und urteilsfähig zu bleiben. Dazu gehört Stabilität ebenso wie ihr Gegenteil – die Beweglichkeit, eine eigene Einschätzung zu revidieren, wenn die Sache sich dreht. Eine Krise belohnt weder reine Härte noch reine Anpassung; sie verlangt das Urteil, wann welche von beiden trägt.

 

Dazu kommt eine Haltung, die eher schwerfällt und viel verändert: die Krise nicht nur als Gegner zu behandeln, gegen den man ankämpft, sondern als die Bedingung anzunehmen, unter der jetzt zu führen ist. Wer aufhört, gegen die Tatsache der Krise zu arbeiten, gewinnt Kraft für die Fragen, die wirklich zu bearbeiten sind.

 

Ein Leuchtturm in rauer See – für Standhaftigkeit und Orientierung in Krise und Wandel

Was in der Krise wirklich anders ist

 

Auf der zweiten Führungsebene laufen schon im Normalbetrieb widersprüchliche Aufträge zusammen: Die Spitze will Tempo und Stabilität zugleich, auf der eigene Ebene werden Ressourcen verteidigt, die berichtenden Bereiche brauchen Verlässlichkeit. Das ist anspruchsvoll, aber es ist irgendwann vertraut.

 

In der Krise verschiebt sich das in der Substanz. Die Widersprüche werden nicht nur schärfer, sie werden existenzieller: Fehler werden kaum verziehen und mancher Konflikt, der vorher latent blieb, bricht offen auf. Hinzu kommt etwas, das in ruhigen Phasen kaum eine Rolle spielt – die eigene Position kann ins Wanken geraten. Wer einen Transformationsbereich verantwortet, entscheidet unter Umständen über Strukturen, in denen die eigene Stelle mit zur Disposition steht. Das verändert das Entscheiden von innen, wird aber selten ausgesprochen. Im Coaching hat auch das seinen Platz.

 

Ein Teil der Arbeit besteht darin, das auseinanderzuhalten: Was an einer Belastung gehört zur Sache und zur Organisation – und was ist tatsächlich Ihre Aufgabe? Diese Unterscheidung nimmt nichts ab, was wirklich zu entscheiden ist. Aber sie schützt davor, ungeklärte Verantwortung unbemerkt auf sich zu ziehen – etwas, das man durchaus übernehmen kann, aber besser, weil man es will, als aus Reflex.

 

Worum es im Coaching gehen kann

 

Die Themen kommen aus Ihrer Situation. Häufig kreisen sie um Fragen wie diese:

  • Welche Entscheidungen sind wirklich dringend – und welche werden durch Druck nur dringlich gemacht?
  • Wie bleiben Sie handlungsfähig, ohne den Ausnahmezustand zur Dauereinrichtung zu machen?
  • Wo braucht Ihr Bereich Orientierung, wo Beteiligung, wo eine klare Grenze?
  • Was wird in der Krise nicht ausgesprochen, wirkt aber mit – bei anderen und bei Ihnen selbst?
  • Wie sprechen Sie über Unsicherheit, ohne Orientierung zu verlieren?
  • Welche Risiken gehen Sie ein, und wer trägt die Folgen, wenn es schiefgeht?
  • Wo treiben Sie Veränderung, wo sichern Sie Stabilität – und woran merken Sie, dass die Transformation in bloße Verwaltung von Erschöpfung gekippt ist?

 

Was im Coaching möglich wird

 

Unter Druck fehlt selten Wissen. Es fehlt die Fähigkeit, wieder zu unterscheiden – zwischen dem, was der innere Alarm meldet, und dem, was wirklich gefährlich ist.

 

Im Coaching kann dafür Raum entstehen: ein klareres Bild der Situation jenseits von Dramatisierung und Beschwichtigung. Eine Sortierung dessen, was dringend ist, was wichtig ist und was sich schlicht tragen lässt. Mehr Abstand zum eigenen Stressreflex. Vorbereitung schwieriger Gespräche. Ein nüchternerer Umgang mit Ambivalenz, Widerstand und Erschöpfung. Und Entscheidungen, die anstehen, obwohl die Information unvollständig bleibt.

 

Das hat einen Preis, der nicht verschwiegen wird: Wer schärfer entscheidet, wird angreifbarer; wer Grenzen zieht, enttäuscht Erwartungen. Diese Kosten gehören zur Entscheidung dazu. Es geht nicht darum, die Krise schönzureden oder eine Ruhe vorzuspielen, die es gerade nicht gibt – sondern darum, ihr gewachsen zu bleiben, ohne sich von ihr einengen zu lassen.

 

Wie wir zusammenarbeiten

 

Je nach Situation findet das Coaching kurzfristig und dicht getaktet statt – wenn es brennt – oder über einen längeren Zeitraum, wenn ein eher kontinuierlicher Wandel zu begleiten ist. Wir arbeiten an den konkreten Druckpunkten Ihrer Rolle in Krise und Umbruch: an Entscheidungen, Konflikten, Kommunikation, Stakeholdern, der eigenen Belastung und an den Dynamiken in der Organisation, die den Druck mit erzeugen.

 

Als Coach mit eigener Senior-Management-Erfahrung begleite ich Sie aus Hamburg – Einzelgespräche sind vor Ort, online oder hybrid möglich, örtlich wie zeitlich flexibel. Wird das Coaching vom Unternehmen beauftragt, klären wir Ziele und Rahmen vorab; die Inhalte der Gespräche bleiben in jedem Fall vertraulich. Wie ein Coaching konkret abläuft und was es kostet, finden Sie in den FAQ.

 

Weiterlesen

 

Worin die Rolle der zweiten Führungsebene besonders anspruchsvoll wird – und warum Person, Rolle und Organisation hier so eng aufeinandertreffen –, lesen Sie auf der Seite zur zweiten Führungsebene.

 

Wie ich solche Situationen aus eigener Führungsverantwortung kenne sehen Sie an meinem Profil; wie andere die Zusammenarbeit im Coaching erlebt haben in den Referenzen.

 

In Leadership Impulsen finden Sie hier kurze Reflexionen zu Führungsimperativen, die in der Praxis zu Spannungsfeldern werden, in denen kluges Navigieren in der Situation gefragt ist. Hier passende Beispiele: „Beherrsche auch die Details!“ fragt, wann Fachlichkeit das Urteil schärft und wann sie das Team ersetzt. „Führe coachend!“ unterscheidet zwischen echtem Freiraum und verkleidetem Ratespiel. „Sei du selbst!“ trennt die ganze Person von der Facette, die eine Rolle tatsächlich braucht.

 

Erstgespräch

 

Ein erstes Gespräch ist der einfachste Weg, die aktuelle Drucksituation einmal von außen zu sortieren und zu sehen, was jetzt hilft. Unverbindlich, vertraulich, und ohne dass Sie schon eine fertige Fragestellung mitbringen müssen.

 

Kontakt

Dr. Christof Domrös
Managementberatung

Flemingstr. 4

22299 Hamburg

+49 40 39 89 44 40

[email protected]


DBVC - Zertifizierter Senior Coach
IOBC - Zertifizierter Senior Coach
DGTA - Zertifizierter TA-Berater

Coach DB Logo